„First Derm“ – App erkennt Hautkrebs

muttermal hochgeladen mit der app first derm Muttermal Foto bei First Derm hochgeladen (Foto pixelio.de marika)Berkeley: Mithilfe der App „First Derm“ lassen sich gefährliche Hautveränderungen untersuchen, die eventuell auf Hautkrebs hindeuten. Die User müssen lediglich zwei Bilder der betreffenden Körperstelle aufnehmen und diese hochladen. Zusätzlich verfügt die Anwendung über eine Maske, in die eine Beschreibung zu den Fotos eingegeben werden kann. Dermatologen, die sich bei First Derm registriert haben, stehen nun zur Verfügung, um die Hautveränderung zu begutachten.

Info binnen 24 Stunden

Das angewandte Verfahren wird als „Teledermatologie“ bezeichnet. Laut den App-Entwicklern antworten die Dermatologen innerhalb von 24 Stunden und geben kompetentes Feedback zu den übermittelten Fotos. Für den Service müssen Nutzer eine Gebühr via Kreditkarte entrichten.Den Programmierern von First Derm zufolge sind die Daten anonym und sicher.

Klingt durchaus interessant – vor allem, weil User sich mit Hilfe dieser App zunächst mal Infos von Experten über solche Hautprobleme beschaffen können ohne erst monatelang auf einen Arzttermin warten zu müssen. Allerdings sind Hautärzte in Bezug auf diese und ähnlich gelagerte Apps eher skeptisch. „Besonders im Fall von Muttermalen machen mich derartige Anwendungen nervös. Ein Melanom kann in seiner Erscheinung sehr vielfältig sein“, erklärt Hautärztin Elizabeth Fahrenbach vom Institut North Branch Dermatology. Die Anwendung setze das Vertrauen in den Patienten voraus, dass dieser Anomalien von selbst erkennt.

App ersetzt Arztbesuch nicht

Laut Fahrenbach kommen Patienten des Öfteren wegen einer bestimmten Hautstelle, die ihnen Sorgen bereitet. Während der Untersuchung würden aber noch weitere Hautveränderungen zum Vorschein kommen, die der Patient gar nicht wahrgenommen hat. Hier könne eine App keinen Ersatz für eine ärztliche Untersuchung bieten, betont die Dermatologin. In Deutschland ist die Haltung der Dermatologen gegenüber solchen Möglichkeiten etwas positiver. So erklärt Dagmar Höhner vom Bundesverband Deutscher Dermatologen (BVDD), dass dieser die „Nutzung von digitalen Technologien für die Versorgung grundsätzlich“ unterstütze. Wichtig dabei sei aber „die Einhaltung der fachärztlichen Qualität“. Nähere Auskunft darüber gibt die Teleguidance in der Dermatologie, die im Jahre 2018 veröffentlicht wurde.

Foto: Muttermal bei „First Derm“ hochgeladen / pixelio.de, marika

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